Paradies 2090: Kreativität, Mut und Emotionen bei fashion&food 2026

Zwei Abende, rund 1200 Besucher:innen und unzählige Stunden Vorbereitung: Mit fashion&food 2026 – PARADIES 2090: Virtuelle Realität verwandelte sich die Minoritenkirche in Krems-Stein am 5. und 6. März 2026 in ein außergewöhnliches Zukunftslabor. Bereits zum sechsten Mal zeigte die HLM HLW Krems, wie eindrucksvoll Mode, Kunst und Kulinarik miteinander verschmelzen können. 

Das nur alle drei Jahre stattfindende Schulprojekt wurde gemeinsam mit externen Expert:innen sowie ehemaligen Absolvent:innen umgesetzt, wie etwa der Visagistin Alexandra Weyrer. Durch den Abend führte souverän Andrea Köstler (4hlm), die das Publikum durch die verschiedenen Programmpunkte begleitete. 

Der erste Teil des Abends stand ganz im Zeichen der künstlerischen Auseinandersetzung mit Zukunftsvisionen. Eine Szene griff humorvoll die Frage auf, wie eine künstliche Intelligenz wohl ein Paradies beschreiben würde. Darauf folgten zahlreiche kreative Beiträge: eine Gesangsperformance von Laura Zoto (2fw) mit Beyoncés „Halo“, ein atmosphärisches Harfenkonzert von  Johanna Böhm-Eberlein, begleitet von Tänzerinnen in LED-Kostümen, sowie Szenen, die sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigten – von Frauenrechtsbewegungen bis zu Visionen zwischen Utopie und Dystopie. 

Nach diesem ersten Teil konnten sich die Gäste bei einer kulinarischen Pause stärken. Die Schüler:innen der wirtschaftlichen Ausbildungsschwerpunkte präsentierten eine spannende Mischung aus traditionellen und futuristischen Speisen: Neben Klassikern wie Fleischlaberl mit Erdäpfelsalat und Forellencrostini gab es auch mutige Kreationen wie in Schokolade getunkte Insekten. 

Der dritte Teil des Abends gehörte ganz der Mode. Nach einem eleganten Auftakt mit einer Akrobatik am Vertikaltuch von Amelie Beranek (2bhlm) präsentierten die Schüler:innen ihre Kollektionen. Zu sehen waren unter anderem Designs mit KI-generierten Textildrucken, monochrome Zukunftslooks sowie kreative Interpretationen klassischer Modeformen. Besonders auffällig war eine Kollektion in schwarz-rotem Karomuster mit roten Plastiksackerln und Lockenwicklern als Kopfschmuck, die eine Hommage an die britische Designerin Vivienne Westwood darstellte. 

Für Schulleiter Roland Mittermair war es das erste fashion&food in seiner Funktion. Er zeigte sich beeindruckt von der Leistung aller Beteiligten und betonte, wie wichtig solche Projekte für die Ausbildung seien: Sie verbinden kreative Gestaltung mit wirtschaftlichen Kompetenzen und geben den Schüler:innen die Möglichkeit, ein Großprojekt von der Idee bis zur Umsetzung selbst zu erleben. 

Unsere interdisziplinäre Schulveranstaltung zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam an einer Vision arbeiten. Für alle Beteiligten – Schüler:innen, Lehrkräfte und Gäste – bleiben zwei Abende voller Kreativität, Teamgeist und Begeisterung in Erinnerung. Herzlichen Dank für die Gesamtorganisation an Olivia Schmoll, für die künstlerische Leitung an Gregor Kremser, für die Choreographie an  Sophie Taber-Tschank, für Ton an Bernadette Knapek, für Maske an Caroline Krug sowie an die beiden Fachvorständinnen Gudrun Grünwald und Claudia Hiermann.