Exkursion der Maturaklassen nach Mauthausen
Die beiden Maturaklassen der HLM HLW unternahmen in diesem Schuljahr eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen, um sich intensiv mit einem der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte auseinanderzusetzen. Ziel des Besuchs war es, die historischen Ereignisse nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern sich vor Ort mit den Spuren der Vergangenheit, den Schicksalen der Opfer und der Bedeutung des Erinnerns zu beschäftigen.
Bei einem Rundgang über das Gelände erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers und die menschenverachtenden Bedingungen, unter denen die Häftlinge leben und arbeiten mussten. Die Eindrücke vor Ort machten die Dimensionen des nationalsozialistischen Terrors auf eine besondere Weise erfahrbar und regten zum Nachdenken an.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war der Workshop „Lebensgschichten“. Dabei standen individuelle Lebenswege und persönliche Schicksale im Mittelpunkt. Die Beschäftigung mit den Geschichten einzelner Menschen ermöglichte es den Jugendlichen, sich intensiver mit den Erfahrungen der Verfolgten auseinanderzusetzen. Auch die Situation von Frauen im Konzentrationslager Mauthausen und die besonderen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren, wurden thematisiert.
Die Exkursion hinterließ viele Eindrücke und eröffnete neue Perspektiven auf die Geschichte. Sie zeigte, dass hinter historischen Zahlen und Fakten immer einzelne Menschen mit ihren Hoffnungen, Ängsten und Lebensgeschichten stehen.
Gleichzeitig wurde die Verbindung zur Gegenwart hergestellt: Die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung, Menschenverachtung und dem Verlust grundlegender Rechte verdeutlichte, wie wichtig Zivilcourage, Menschlichkeit und ein verantwortungsvoller Umgang miteinander sind.
Der Besuch der Gedenkstätte war somit weit mehr als eine historische Exkursion. Er bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne für eine offene, demokratische und menschenwürdige Gesellschaft trägt. Denn Erinnern bedeutet nicht nur, zurückzublicken, sondern auch, aus der Geschichte Konsequenzen für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen.












